Anfrage beim Landesoberbergamt

Im Rahmen der Beschreibung des sogenannten „Ruhrallee-Tunnels“ wurde die geologisch-technische Seite bisherwenig ausführlich behandelt. Dabei wurde vor allem betont das die Varianten unter der Ruhrallee auch deshalb verworfen wurden, weil sie teilweise durch die Ruhrterrasse geführt werden müssten. Dies ist technisch aufgrund des stärkeren Wassereinflusses sowie der geringeren „Stabilität“ des Bodens mit enormen Aufwand und damit höheren Kosten verbunden. Richtig ist, dass Fels für den Tunnelbau besser geeignet ist als Lockergestein. Es ist jedoch zu bedenken, dass das Gebiet nördlich der Ruhr sehr intensive bergabutechnisch ausgebeutet wurde. Neben Kohle wurden in Bergerhausen auch Erze abgeaut und dies auch oberflächennah. Darüber hianus hat eine Anfrage bei der Bezirksreigerung auch die Existenz eines ehemaligen Bunkers in 6 m Tiefe unter einem Gebäude aufgezeigt.

Eine Anfrage beim Landesoberbergamt, jetzt der Bezirksregierung unterstellt, kann von jeder Person, die ein berechtigtes Interesse für ein Grundstück nachweisen kann, und dies hat jeder Eigentümer, stellen. Mit der Anfrage erhält man Auskunft über die Situation unter den eigenen Vier Wänden, d.h. was und welcher Tiefe abgebaut wurde. Und, wer bei möglichen Bergschäden (vgl. Wattenscheider Loch) ggf. noch erreichbar ist. Hohe Bergbauaktivitäten unter den Gebäuden erfordern einen erhöhten Aufwand zur Beweissicherung im Rahmen eines geplanten Tunnelbaus.

Die Kosten für die Anfrage liegen zwischen 15 und 75€ je nach Aufwand.

Textvorlage „ Auskunft über die bergbaulichen Verhältnisse und Bergbauschäden“. Bitte mit eigener Adresse versehen und unterschrieben mit dem Grundstücksbesitzernachweis an das Bezirksregierung Arnsberg senden.
Download Textvorlage Auskunft über die bergbaulichen Verhältnisse und Bergbauschäden