200 wanderten mit – Aktionstag am 2. Oktober

Aktionstag am 02. Oktober im Bereich Bergerhausen / Rellinghausen

200 Menschen wanderten mit200 wanderten mit! 50 große und 100 kleine Ballons stiegen am 2.10. bei einer Wanderung durch Bergerhausen und Rellinghausen in die Luft. 200 Teilnehmer erlebten, was es heißt, wenn über Jahre „Verpressungen“ in Bergerhausen durchgeführt werden müssen. Der vom Bergbau durchlöcherte Untergrund wird gefüllt werden müssen und auf einer ca. 100 Meter breiten Trasse kann es sein, dass alle 25-50 Meter ein Bohrung mit Verfüllung nötig sein wird. Mitten in den Gärten ist mit Bohrern, Betonmischern und Verfüllungsmaschinen zu rechnen.

Der vierte Irrtum über den Ruhralleetunnel, „Die Baustelle läuft schonend unterirdisch“, wurde auf diese Weise sehr anschaulich dargestellt und löste große Betroffenheit aus.

Nicht zu erwarten war, wieviele Leute gerne ihre Grundstücksgefahr mit einem Ballon markiert hätten. Auch 300 Ballons hätten leicht ihr Bohrloch gefunden.

Wer ein Gefühl dafür bekommen möchte, was der geplante Autobahn-Bau für unsere Stadtteile bedeuten wird, kann die Tunnelstrecke gerne auf einem Rundwanderweg nachwandern:

Ruhrallee, Ahrfeldstraße, Saarstraße, Lennestraße, Niersstraße, Am Krausen Bäumchen, Weserstraße, Untere Fuhr, Fußweg zum Adelgundenweg, Kassiepenstraße, Fußweg zum Annental, St.Annental, Radweg-Gruga-Annental, Fußweg zur Frankenstraße, Frankenstraße, Gottfried-Wilhelm-Straße, Mausegattstraße, Silberbank, Rübezahlstraße, Hexentaufe, Weneswaldstraße, Schatzreichstraße, Mentorstraße, Rübezahlstraße, Nottekampstraße, Mausegattstraße, Frankenstraße, St. Annental, Fußweg zum Spielplatz Adelgundenweg, Adelgundenweg, Unter Fuhr, Fußweg zur Oberen Fuhr, Obere Fuhr, Weichselstraße, Weserstraße, Am Krausen Bäumchen, Ruhrallee.

Hoffnung und Erschrecken auf dem Aktionstag am 02. Oktober:

Die Wanderung entlang der geplanten Tunnel-Trasse rief bei den Teilnehmern unterschiedliche Empfindungen hervor.

Hoffnung bei denen, die sich schon längere Zeit mit dem Thema beschäftigen, da immer mehr Menschen auf den geplanten Autobahn-Bau und seine dramatischen Folgen aufmerksam werden.

Erschrecken bei denen, die zum ersten Mal erkennen, welche Auswirkungen das Projekt auf ihr persönliches Lebensumfeld haben wird.

Auch für die Menschen, die nicht direkt auf oder an der geplanten Trasse wohnen, gibt es keine Entwarung:

Jörg Reißing, Projektleiter Straßen NRW auf der VHS-Podiums-Diskussion am 21.09.2010:
„In der Linienbestimmung wird … nicht der genaue Verlauf der Trasse festgelegt, sondern ein Korridor von bis zu mehreren hundert Metern Breite sogar.“

Helfen Sie mit, Ihre Nachbarn und alle Betroffenen auf die dramatischen Folgen des geplanten Autobahn-Baus aufmerksam zu machen und unterstützen Sie uns bei der Forderung nach einem nachhaltigen Mobilitätskonzept für unsere Region!

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